Keine Lust? Gähnanfall beim Blick in den Szenekalender? Insolvenzverfahren nach 10 Euro Eintritt? Fluchttendenzen vor Gays'n'Gabys? Das muss nicht sein - dann bist du bei q-tipp genau richtig! q-tipp ist eine Plattform im Internet für noch unentdeckte, lesbische, schwule, queere Kultur in Hamburg.
In Kooperation mit den Lesbisch Schwulen Filmtagen Hamburg - International Queer Filmfestival experimentieren wir dieses Jahr und zeigen drei aktuelle, spannende Videoarbeiten außerhalb der Kinos. Die besondere Qualität, die die Videos vereinen, liegt in der Vielfältigkeit und der Kombination von Materialien, mit denen die Künstler_innen arbeiten. Die spürbare Lust am Handwerk des Videomachens überträgt sich auf die Betrachter_innen. Dabei sind die Arbeiten formal so vielschichtig, dass sich beim wiederholten Ansehen immer wieder neue Aspekte entdecken lassen. Der Rahmen einer Ausstellung scheint ein passender Ort zu sein. Oder fehlt der Kinosaal? Vielleicht haben die drei Videos auch mehr gemeinsam, als nur ihr reichhaltiges Material? Grrrl!?
In Kooperation mit der Stadtkuratorin Hamburg zeigen wir im Rahmen von "Stadt und Feminismus - Let's Risk the Body - Film, Food, Talks" den aktuellen Essayfilm von Jenni Olson:
THE ROYAL ROAD
Jenni Olson, USA 2015, 65’, englische Originalfassung
Dieses Jahr haben wir für den Kurzfilmtag wieder eine bunte Mischung aus Lieblingsfilmen und URSULA-Gewinner_innen der 26. Lesbisch Schwulen Filmtage für Euch zusammengestellt.
44 Filme hatte Rainer Werner Fassbinder gedreht, bevor er 1982 mit nur 37 Jahren starb. Im provinziellen Westdeutschland der 1970er-Jahre haben seine Arbeiten immer wieder für Aufregung gesorgt – immerhin war Fassbinder einer der wenigen geouteten Schwulen in der Filmbranche.
Das sozialistische Venezuela wird seit Jahren von einer Wirtschaftskrise beherrscht. Ein Großteil der Bevölkerung lebt ohne gesicherte Existenz. So auch der neunjährige Junior und seine Mutter Marta. Die Umgebung der beiden ist geprägt von Armut und Gewalt. Doch Junior sucht mit kindlichem Trotz seinen Weg. Mit seiner zarten, verspielten Art und der Vorliebe für Musik und das Tanzen, passt er so gar nicht in das gewünschte Bild eines Jungen.
Die Polizistin Young-nam wird aus Seoul in einen kleinen, abgelegenen Fischerort versetzt. Irgendetwas ist vorgefallen, es scheint ihr nicht gut zu gehen – zumindest hat sie einiges in Reisschnaps zu ertränken. Vor Ort ist man skeptisch gegenüber der Großstädterin als Polizeichefin, haben hier doch ausschließlich die Männer mit harter Hand das Sagen. Schnell fällt ihr das Mädchen Dohee-ya auf: gemobbt von Mitschülern, öffentlich geschlagen und gedemütigt vom Vater, sucht sie in nahezu geisterhafter Erscheinung stumm Hilfe bei Young-nam.